St.-Veit-Kirche

Wohl selten hat eine Kirche einen so schönen und herausragenden Standort wie die Fleiner St.-Veit-Kirche. Von welcher Seite man sich auch dem Ort nähert, die Kirche fällt sofort ins Auge. Wann die erste Kirche an diesem schönen Platz auf dem Kirchberg errichtet wurde, wissen wir heute nicht mehr.

Geschichte
Am 4. Juni 1233 wurde die Fleiner Kirche zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche im gotischen Stil neu erbaut. Im Frühjahr 1841 wurde die über 400-jährige Kirche abgerissen und bereits am 20. April 1841 war der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Von der alten Kirche wurden der St.-Veit-Altar und der Taufstein übernommen, die beide heute noch in der Kirche zu sehen sind.

Innenrenovierungen
Eine gründliche Innenrenovierung erfuhr die St.-Veit-Kirche in den Jahren 1957/58. Die Empore an der Friedhofseite wurde entfernt und die Orgel-Empore so weit vorgezogen, dass vor der Orgel ausreichend Platz für die Chöre entstand. Die größte Veränderung entstand an der Turmwand. Der St.-Veit-Altar – seither auf dem Altar stehend – wurde an die Friedhofseite verlegt.

In den Jahren 2019/20 erfuhr die St.-Veit-Kirche unter der Federführung von Architekt Michael Scheerle eine gründliche Innenrenovierung. Die über 60 Jahren alten Kirchenbänke wurden generalsaniert. Die in hellen und warmen Tönen gestrichenen Innenwände verleihen unserer Kirche nun Klarheit und Licht. Die Fußböden wurden komplett erneuert und strahlen jetzt ebenfalls in hellen Tönen. Weiter wurden die elektrischen Heizstrahler unter den Bänken zugunsten einer modernen Thermostation ersetzt. Der Taufstein wurde auf die Kanzelseite gerückt, so dass Taufen nun von allen Sitzplätzen in der Kirche einsehbar sind. Dazu bekam die Kirche in künstlerischer Hinsicht ein neues Outfit. Allem voran ist an dieser Stelle der St.-Veit-Altar und das Seiten-Kruzifix zu nennen. Beide wurden aufwändig überarbeitet. Das Kruzifix hat nun seitlich vom Altar an der Frontseite einen prominenten Platz bekommen. Durch die neu konzipierte Beleuchtungstechnik können St. Veit-Altar und Kruzifix gesondert angestrahlt und zur Geltung gebracht werden. Beim Betreten der Kirche springen einem sofort die neu gestalteten Paramente ins Auge. Die aus Filzstoffen hergestellten Kanzel- und Altarbehänge strahlen in den kräftigen Farben des Kirchenjahrs und geben der Kirche ebenfalls einen warmen Farbton. Nicht zuletzt wurde die Ton- und Übertragungstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Alle unsere Gottesdienste werden nun live gestreamt, so dass man sie mit Internetzugang immer live verfolgen kann.

Ein weiteres Bauprojekt konnte in den Jahren 2019/20 umgesetzt werden. An der Nordseite der Kirche, gegenüber dem Hauptportal ist das Foyer entstanden. In dem kleinen, aber feinen Gebäude besteht die Möglichkeit zur Kinderbetreuung während des Gottesdienstes. Hier trifft man sich zu einer Tasse Kaffee im Anschluss an den Gottesdienst oder zum Sektempfang nach einer Trauung. Auch die WCs für unsere Kirchenbesucher sind dort untergebracht.

Natursandsteinmauer als Blickfang
Beim Betreten des Kirchenraumes fällt der Blick sofort auf die Natursandsteinmauer über dem Altar. Die in Form und Farbe verschiedenen Sandsteinquader sind Sinnbild der Gemeinde und erinnern an das Bibelwort:

„Auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft. Zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind, durch Christus Jesus.“
1. Petrus 2,5

Parkplätze:
Am Fleiner Friedhof,
mit dem Navi am besten zu finden mit der Eingabe:
74223 Flein, Im Köpple 4